- Konsumenten weltweit sind offen für neue Wege der Bezahlung und würden diese gerne in ihr Einkaufserlebnis integrieren
- Jörn Leogrande, Executive Vice President bei Wirecard Labs: „Der Handel wird sich in den kommenden fünf Jahren starker verändern als in den letzten 50 Jahren.“
Wirecard, der weltweit führende Innovationstreiber für digitale Finanztechnologie, hat zwei repräsentative Umfragen in einem internationalen Kontext durchgeführt. Diese beschäftigen sich mit dem Einsatz von digitalen Technologien und Bezahlmethoden sowie der Bereitschaft der Verbraucher, diese einzusetzen. Die Ergebnisse zeigen: Rund um den Globus sind immer mehr Menschen bereit für ganz neue Wege der Bezahlung.
So werden zum Beispiel Möglichkeiten, Zahlungen mittels biometrischer Merkmale wie Gesicht, Stimme oder Körperbewegung zu authentifizieren, immer beliebter. In Großbritannien, Frankreich und Deutschland erfahren aktuell kontaktlose Möglichkeiten des Bezahlens sogar einen regelrechten Boom. Die Folgen, die diese Adaptionsbereitschaft der Konsumenten für den Handel birgt, sind enorm. Jörn Leogrande, Executive Vice President bei Wirecard Labs ist überzeugt: „Der Handel wird sich in den kommenden fünf Jahren stärker verändern als in den letzten 50 Jahren.“
Wie stellen sich Verbraucher das Einkaufen in fünf Jahren vor?
Die Corona-Pandemie hat trotz der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die in allen Teilen der Welt zu spüren sind, einen raschen digitalen Wandel bewirkt. Dieser wird das Geschäft des Einzelhandels nachhaltig prägen. Eine von Wirecard Labs – der Innovationseinheit von Wirecard – durchgeführte Umfrage unter 5.000 Konsumenten aus aller Welt zeigt: Verbraucher auf der ganzen Welt sind offen für neue Zahlungsmethoden (hier geht es zum Download der Studienergebnisse). So sind 81% der Befragten bereit, einen sogenannten Self-Checkout zu nutzen, also Bezahlmöglichkeiten ohne physisches Kassensystem.
Sobald der Kunde den Laden verlässt, erledigt eine mobile App automatisch die Bezahlung des Einkaufs. 69% der Befragten können sich zudem vorstellen, per Fingerabdruck oder Handscan zu bezahlen. Und 78% der Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 44 Jahren gaben an, Kleidungsstücke gerne mittels Virtual Reality anzuprobieren, bevor sie diese kaufen.
Die Umfrage förderte außerdem zutage, dass das Smartphone künftig eine immer größere Rolle im Einzelhandel spielen wird. Insgesamt bezahlt fast die Hälfte der Verbraucher weltweit (47%) mit mobilen Wallets. Weitere 54% der Verbraucher würden es begrüßen, wenn die Technologie eingeführt oder verbessert würde. Der Schlüssel für die Einzelhändler liegt darin, dafür zu sorgen, dass ihre mobilen Angebote nahtlos in ihre breitere Infrastruktur integriert werden, damit sie den voranschreitenden Trend zu mobilen Einkäufen nutzen können.
Den Einzelhandel ins Haus holen
Der anhaltende Trend zum Smart Home – dem digital vernetzten Zuhause – eröffnet Einzelhändlern ebenfalls große Chancen. Mehr als drei Viertel (78%) der Befragten gaben an, dass sie wahrscheinlich über Smart-Home-Geräte einkaufen würden. Ebenso gaben zwei Drittel (66%) an, dass sie über einen intelligenten Kühlschrank Lebensmittel aus dem Vorrat nachbestellen möchten.
Der Schlüssel für Händler liegt also darin, ihre Angebote effektiv in das tägliche Leben ihrer Kunden zu integrieren und mit ihren Marken sehr nah bei den Konsumenten zu sein.
„Einige Einzelhändler haben hier noch Nachholbedarf“, sagt Jörn Leogrande von Wirecard. „Oftmals sind selbst einfache Lösungen wie das Bezahlen per Handy oder andere digitale Zahlungsmethoden weltweit noch nicht flächendeckend verfügbar. Es ist daher für viele Händler an der Zeit, über Investitionen in die neueste Zahlungstechnologie nachzudenken. Denn in der aktuellen Corona-Pandemie hat sich sehr deutlich gezeigt: Digitale Pioniere haben die Krise oftmals besser gemeistert und sind stabiler durch die letzten Wochen gekommen.“
Kontaktloses Bezahlen boomt in Europa
Eine zweite repräsentative Umfrage, die Wirecard in Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien durchgeführt hat, zeigt, wie die aktuelle Situation den bargeldlosen Zahlungsverkehr beschleunigt. Kontaktlose Bezahlmöglichkeiten waren bereits vor der Corona-Pandemie beliebt in den drei Ländern – nun sind sie endgültig im Mainstream angekommen. Mehr als die Hälfte aller Befragten in allen drei Ländern nutzt nun vermehrt kontaktlose Zahlungsmethoden – zum Beispiel über Kredit- bzw. Debitkarte oder das Smartphone. Drei von vier Teilnehmern möchten dies auch nach der Corona-Pandemie beibehalten. Die detaillierten Ergebnisse können Sie hier einsehen.