- Mit der Mobile Payment-Lösung „Smart Checkout – Tap, Pay, Enjoy“ erwartet Reisende am Münchner Flughafen künftig ein schnelles, nahtloses und digitales Shoppingerlebnis
Als erster Standort in Europa bietet der Flughafen München künftig ein mobiles und kassenloses Bezahlsystem in einer Retail-Einheit der eurotrade, einer hundertprozentigen Tochter der Flughafen München GmbH, an. Damit treibt der Airport maßgeblich das reibungslose Bezahlen als Self-Checkout-Version im Einzelhandel voran. Die Anwendung wurde in einer Partnerschaft zwischen Wirecard, SES-imagotag und wirecube entwickelt, den Grundstein für die Einführung am Flughafen München legte die eurotrade. Die Lösung ermöglicht Verbrauchern, Artikel per Smartphone direkt am Warenregal über ein elektronisches Preisschild zu bezahlen – ohne langes Warten an der Kasse. Für den Bezahlvorgang wird der Kunde auf eine mobile Webseite geleitet, das Herunterladen einer App ist im Vergleich zu existierenden Bezahlsystemen auf dem europäischen Markt nicht notwendig.
Um einzukaufen und Artikel in den Warenkorb zu legen, halten Kunden ihr Smartphone lediglich vor ein digitales Preisschild von SES-imagotag. Das Produkt wird per Near-Field-Communication (NFC) oder per Kamera-Scan des angezeigten QR-Codes erfasst, das Smartphone öffnet nach wenigen Sekunden automatisch eine mobile Web-Applikation von wirecube, auf der der Kunde den Kauf mühelos abschließen kann. Dazu kann der Kunde entweder seine Kreditkarte über die Kamerafunktion des Smartphones einscannen oder seine Kreditkartendaten per Hand eingeben. Zudem steht Alipay als alternative Bezahlmöglichkeit zur Verfügung.
Die jährlich rund 48 Millionen Passagiere des Flughafens München können die neue Mobile Payment-Lösung ab sofort im „MyCorner“-Geschäft im Sicherheitsbereich des Terminals 2 für ein ausgewähltes Sortiment nutzen. Die innovative Lösung wird somit einem internationalen Publikum in einem hochfrequentierten Umfeld erstmalig zugänglich gemacht und intensiv getestet. Nach der Pilotphase soll das Bezahlsystem auf weitere Einheiten der eurotrade erweitert werden – darunter fallen u.a. 12 Duty-free-Shops sowie 14 weitere Geschäfte für Presseartikel, Reisebedarf und Souvenirs.
Die Anwendung basiert auf drei Lösungen:
- Den VUSION Electronic Shelf Labels (ESL) von SES-imagotag, dem weltweit führenden Anbieter von digitalen IoT-Lösungen für den stationären Handel
- der Payment-Technologie von Wirecard, dem globalen Innovationsführer für digitale Finanztechnologie
- der Scan&Pay-Lösung shopreme von wirecube, einem auf Digitalisierung des Einzelhandels spezialisierten Softwareunternehmen
Einzelhändler können das neue Bezahlsystem kostengünstig installieren, wenn die notwendigen Electronic Shelf Labels von SES-imagotag verwendet werden. Durch die funktionale Erweiterung der Preisschilder mit einer Bezahlfunktion werden sie zu einem zusätzlichen Point-of-Sale, der im Vergleich zu herkömmlichen Kassensystemen um ein Vielfaches günstiger in der Anschaffung und der Instandhaltung ist. Zudem ermöglicht die von SES-imagotag entwickelte VUSION IoT-Lösung Einzelhändlern, Prozesse mit niedriger Wertschöpfung fast vollständig zu automatisieren, die eigene Effizienz zu steigern und die Konnektivität der Kunden im Geschäft zu verbessern.
Künftig sollen nicht nur Reisende und Einzelhändler am 5-Sterne-Airport in München von der neuen Lösung profitieren, sondern Kunden und Händler weltweit. Neben dem „MyCorner“-Shop am Flughafen München kann das Bezahlsystem „Smart Checkout – Tap, Pay, Enjoy“ vom 16. - 20. Februar 2020 im Rahmen der EuroShop in Düsseldorf am Gemeinschaftsstand von Wirecard, SES-imagotag und Deutsche Telekom in Halle 6/ A27, A31, A41 getestet werden.
Zitatsammlung:
Sven Zahn, Geschäftsführer der eurotrade Handels-GmbH: „Das neue Bezahlsystem ermöglicht unseren Kunden erstmals einen Self-Checkout, der im Moment des Reisens einen wesentlichen Mehrwert bietet: Der Kunde umgeht Wartezeiten an der Kasse. Gleichzeitig erwarten wir als Handelstochter des Flughafens München einen Umsatzzuwachs – insbesondere bei schnelldrehenden Waren, die „on the go“ gekauft werden. Mit „Smart Checkout – Tap, Pay, Enjoy“ setzen wir gemeinsam mit Wirecard, wirecube und SES-imagotag neue Maßstäbe des mobilen Bezahlens.“
Philipp Ahrens, Vice President Center Management am Flughafen München: „Mit dem neuen Bezahlsystem gestaltet der Flughafen München die Digitalisierung im Einzelhandel aktiv mit und beweist erneut, dass er nicht nur einen hochfrequentierten und internationalen, sondern einen zunehmend innovativen Retail-Standort bietet. Durch die Vereinfachung und Beschleunigung des Checkout-Prozesses ermöglichen wir unseren jährlich rund 48 Millionen Passagieren ein noch besseres Shoppingerlebnis und erfüllen so ihre stetig wachsenden Ansprüche.“
Alexander Hahn, Vice President Sales Retail bei Wirecard: „Wir freuen uns, dass Reisende aus aller Welt am Münchner Flughafen ab sofort von dieser neuen Technologie profitieren können. Anstelle langer Wartezeiten an der Kasse erwartet sie nun ein schnelles, nahtloses und digitales Einkaufserlebnis in unserem Pilot-Geschäft und bald auch in weiteren Airport-Shops.“
Michael Unmüßig, Senior Executive Vice President Group Marketing bei SES-imagotag: „Mit Digitalisierung und modernster IoT-Technologie setzt der Flughafen München neue Maßstäbe in seinem Shoppingbereich. Lange Warteschlangen an der Kasse gehören für die Reisenden am Flughafen somit der Vergangenheit an. Das neue „MyCorner“-Geschäft erfüllt damit den digitalen Wunsch vieler Reisender. Wir sind sehr stolz darauf, Teil dieser Lösung zu sein.“
Florian Burgstaller, Geschäftsführer von wirecube: „Wir sind stolz, unsere etablierte Scan&Pay-Lösung shopreme im Flughafen München im Einsatz zu sehen. Das Umfeld am Flughafen bot sich hervorragend für unsere Weblösung von shopreme an, die ein hochmodernes Einkaufserlebnis bietet, ohne dass eine App-Installation auf den Endkundengeräten notwendig ist.“
Professor Dr. Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Centers und Handelsexperte der Hochschule Niederrhein: „Insbesondere im stationären SB-Handel, der mittlerweile den größten des Einzelhandels ausmacht, fehlt bisher in Deutschland mit dem Self-Checkout ein wesentlicher Baustein. Dieser ermöglicht nicht nur den Kunden einen schnelleren Einkauf, sondern auch dem Handel eine wesentliche Effizienzsteigerung, die ihm in den Zeiten der Online-Konkurrenz die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Existenz sichert.“