Hintergrund
Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone spielt in Indien schon heute eine große Rolle. Denn: In dem Land leben viele Bewohner, die nicht ans Bankensystem angeschlossen sind. Sie wohnen meist in ländlichen Gebieten, in denen es kein Filialnetz gibt. Dem traditionellen Bankensektor fällt es somit oft schwer, den Bedingungen vor Ort gerecht zu werden. Gleichzeitig ist Indien der zweitgrößte Kommunikationsmarkt weltweit, denn Mobiltelefone sind auch in den abgelegenen Dörfern üblich.
Seit September 2014 ermöglicht die Wirecard Gruppe vor Ort nun die Zahlungsakzeptanz per Smartphone am sogenannten mobile Point of Sale (mPOS). Die Lösung ist in Indien unter dem Namen „Bijlipay“ bekannt und in Zusammenarbeit mit Skilworth Technologies Private Limited entstanden. Beim mobilen Bezahlen am mPOS kann ein Smartphone oder Tablet zur Kasse umfunktioniert werden, wenn Kunden mit einer Kredit- oder Debitkarte über einen Card-Reader bezahlen möchten.
So funktioniert das mPOS-System von Wirecard: Der Händler gibt die zu zahlende Summe auf dem Smartphone oder Tablet in der Bijlipay Wallet-App ein, der Kunde zahlt per Kredit- oder Debit-Karte über den Card-Reader. Dafür authentifiziert er sich mit PIN oder Unterschrift und bekommt am Ende eine Rechnung per Mail zugesandt – wenn er das möchte. Die Daten werden verschlüsselt übertragen. Der Händler sieht alle Transaktionen in einer Übersicht auf dem Smartphone oder Tablet, das damit quasi zur Kasse umfunktioniert wurde.