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Die richtige Zahlunglösung

Bendigo Bank

Der Hintergrund

Die Beziehungen zwischen Wirecard und Bendigo begannen 2003, kurz nachdem die Bank nach einer erfolgreichen nationalen Expansion in den australischen Kreditkartenhandel umgestiegen war. Das Geschäft war im Laufe des Jahres von 5.000 auf 7.500 Händler angewachsen.

Die Anforderungen

Wir hatten den großen Vorteil, dass Wirecard das System bereits bei einer anderen Bank eingesetzt hat und wir auf deren Know-how und Erfahrung zurückgreifen konnten. Als Ergebnis davon haben wir jetzt ein sehr profitables Geschäft.

Greg Devlin, Chief Manager der Kreditkartenabteilung, Bendigo Bank

Die Bendigo Bank brauchte ein System zur Akquisition von Händlern, um ihr schnelles Wachstum auf dem Markt voranzutreiben, und zwar ohne dabei ihre interne Fachkompetenz aufstocken zu müssen. Die Bank suchte nach Anbietern, um diese ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen und gleichzeitig den Ruf ihres exzellenten Kundensupports zu bewahren.

Das erste Projekt von Wirecard für Bendigo war Anfang 2003 das Backoffice-Kreditkartenclearing und die Kreditkartenabrechnung für die Mastercard-Produkteinführung der Bank. Mastercard selbst bot kein komplettes eigenständiges Produkt an, das für kleinere Betriebe geeignet wäre.

„Mastercard bot eine internetbasierte Lösung an, für die der Kunde zusätzliche Anwendungen zur Verfügung stellen musste, um die täglich über das Internet laufenden Austauschdateien zu verwalten“, so Greg Devlin, Chief Manager der Kreditkartenabteilung in der Bendigo Bank.

„Wirecard hatte tatsächlich ein fertiges Standardprodukt, und das war für uns ein entscheidender Faktor für die Teilnahme am Mastercard-System. Es gibt sehr große Compliance-Probleme im Zusammenhang mit Visa und Mastercard sowie regelmäßige Release-Termine, die teilweise mit Sicherheitsaspekten und Effizienz- und Funktionalitätserweiterungen zusammenhängen“, betont Devlin. „Aber dies ist sehr teuer für kleinere Organisationen, die es sich nicht leisten können, eigens Leute zu beschäftigen, die für Kreditkartenunternehmen zuständig sind.“

Die Lösung

Die Bendigo Bank konnte das produktspezifische Wissen von Wirecard nutzen, das sich in ihrem Auftrag um den Compliance-Bereich kümmert. Die Bank blieb im Release-Status auf dem neuesten Stand, musste kein teures, zusätzliches Fachwissen einbringen und profitierte von Vorteilen, die durch Inhouse- oder „All-Round“-Anbietern nicht hätten erreicht werden können.

In einem zweiten Projekt Mitte 2003 unterstütze Wirecard die Bendigo Bank bei ihrem Backoffice- und Abrechnungssystem für Visa-Karten. In der Vergangenheit wurden diese in ihrem Auftrag von CashCard abgewickelt. „Die Leistungsfähigkeit des Wirecard-Systems hat dazu beigetragen, dass die Bendigo Bank Visa inhouse betreiben konnte“, so Devlin. „Dies gab uns Selbstvertrauen und reduzierte die enormen Kosten des Konkurrenzanbieters. Wirecard spielte eine Schlüsselrolle in unserer breit angelegten Strategie, ein eigenständiger Acquirer von Transaktionen zu werden. Heute sind wir ein vollwertiger Acquirer für Händler.“

Mit dem Händler-Subsystem von Wirecard Card System brachte Wirecard Ende 2003 auch das umfangreiche und wachsende Händler-Abwicklungssystem von Bendigo inhouse auf den Weg. Bis dahin wurde es in ihrem Auftrag von der St. George Bank bearbeitet. Die Bank benötigte ein kosteneffizientes Händlermanagementsystem mit einem hohen Maß an Kontrolle, um ihren Kunden erstklassigen Service zu bieten.

Die Bendigo Bank führte eine formale Analyse der Wettbewerber in Bezug auf ausgelagerte Dienstleistungen und Inhouse-Anwendungen durch, und forderte entsprechende Angebote an. „Wir haben uns zwei Outsourcing- und zwei Insourcing-Händler-Systeme angeschaut“, so Devlin, „und Wirecard hat den Zuschlag erhalten.“

Das von Wirecard angebotene Händlerverwaltungssystem war auf die meisten Bedürfnisse der Bendigo Bank zugeschnitten. „Die Preisgestaltung war korrekt, was für uns ein entscheidender Faktor war. Es war eine gute Lösung für kleinere Organisationen wie diese. Die meisten Lösungen sind Mainframe-Systeme mit hohen Support- und Wartungskosten. Wirecard konnte eine Erfolgsbilanz aufweisen und war vor allem lokal verfügbar. Es war uns wichtig ein Team zu haben, von dem wir wussten, dass es in derselben Zeitzone war wie wir.“

Bei der Entscheidung zwischen einem ausgelagerten Service und einer internen Anwendung hatte Devlin Vorbehalte gegenüber der Zuverlässigkeit der Outsourcing-Anbieter in der engeren Auswahl und bezweifelte, dass sie genau jene Art von Dienstleistung erbringen könnten, die die Bank benötigte. Während die in die engere Auswahl gekommenen Anbieter eher die traditionelle Verkäuferrolle übernahmen, war Bendigo auf der Suche nach einer Allianzpartnerschaft.

„Wir hatten es hier mit zwei recht guten Outsourcing-Lösungen zu tun, die wir aus sechs oder sieben in Frage kommenden Anbietern ausgewählt hatten, aber es gab eine Reihe von Problemen. Beide verfügten über sehr gute Features, aber sie waren viel zu teuer. Und es gab Bedenken hinsichtlich des Supports und wie alles funktionieren würde, wenn wir unseren sehr praxisbezogenen und persönlichen Ansatz anwenden würden – wir waren nicht sicher, ob wir so die besten Ergebnisse erzielen würden.“

Beim Kartensystem von Wirecard hatte Devlin keine derartigen Bedenken. „Das Händler-Modul von Wirecard lief an einem neuseeländischen Standort, nämlich der ASB Bank, und ich war mit den Aktivitäten von ASB sehr vertraut. Ich wusste, dass sie erfolgreich waren und dass das Kartensystem von Wirecard der Motor war. „Wir empfanden es als großen Vorteil, dass Wirecard das System bereits bei einer anderen Bank eingesetzt hat und wir auf deren Know-how und Erfahrung

Das Ergebnis

Im Ergebnis brachte Bendigos Vertrag mit einem Drittanbieter über ein Händler-Abrechnungssystem keine Gewinne. Die Entscheidung von Devlin, ein Inhouse-Händler-Abrechnungssystem einzusetzen und Wirecard als Anbieter zu wählen, brachte jedoch überraschende Ergebnisse.

„Ich habe unserem Führungsteam einen Dreijahres-Business Case vorgelegt, für den innerhalb des ersten Jahres eine Rückzahlung prognostiziert wurde. Tatsächlich haben wir das Projekt innerhalb von 12 Wochen nach dem Go-Live bezahlt.“

Nicht nur das – Wirecard war auch in der Lage jedes seiner Projekte innerhalb der anspruchsvollen Zeitvorgaben von Bendigo zu liefern. „Wir haben die gesamte Inhouse-Lösung innerhalb von drei Monaten zur Verfügung gestellt. Alles ging pünktlich an den Start – das Mastercard-Projekt innerhalb von zwei Monaten, und das Visa-Projekt sowie das Merchant Settlement-Projekt dauerten jeweils etwa drei Monate. Alle hatten äußerst knappe Zeitfenster, aber es hat alles gut geklappt, und vieles davon haben wir dank Wirecard geschafft.“

Devlin betont, die größte Herausforderung für Banken, die Transaktionssysteme implementieren, sei die Forderung nach immer kürzeren Reaktionszeiten auf dem Markt. „Wenn du zu den kleineren Spielern gehörst, musst du flink mit dem Ball umgehen können, denn das ist dein Wettbewerbsvorteil gegenüber den Großen.“

Devlin glaubt, dass die Bendigo Bank in der Wirecard Group die gewünschte Partnerschaft gefunden hat. Die Beziehung, welche die Bank mit Wirecard eingegangen ist, wird es ihr ermöglichen, in ihrem zukünftigen Wachstum agiler und proaktiver zu werden – und dank Wirecards Schnelligkeit verfügt Bendigo über einen Vorsprung gegenüber den größeren Akteuren in der Branche.

„Sie müssen eine sehr enge, individuelle Beziehung zu dieser Art von Anbietern haben“, so Devlin. „Jedenfalls haben wir festgestellt, dass die Zusammenarbeit mit Wirecard sehr reaktionsschnell funktioniert, was für uns von enormer Wichtigkeit ist.“